Theater AG der Mozartschule: Unterwegs ins Paradies

„Irgendwo, Irgendwie, Irgendwann“

Nicht gerade sehr freundlich geht es im Zirkus „Luftikus“ zu. Der Dompteur hat eher sein eigenes Wohl als das der ihm anvertrauten Tiere im Sinn. Manchmal greift er sogar zur Peitsche. Das geht natürlich gar nicht. Deshalb beschließen die Tiere gemeinsam auszureißen. Die Reise soll sie weit weg nach Afrika führen. Um diese Geschichte herum sorgen noch ein Gauner und seine Erdbeerfreundin für Turbulenzen und ein ebenso wunderschöner wie wertvoller Diamant. Die Geschichte spielt „Irgendwo, Irgendwie, Irgendwann“, geschrieben hat das Stück eigens für ihre Theater-AG die Lehrerin Lara Mai. Sie führte auch Regie und bereitete mit den Kindern ein halbes Jahr lang die Aufführungen vor. Pfiffige und kluge musikalische Akzente setzte die Musik-AG unter der Leitung von Kathrin Klüser.

Gemeinsam auf der Suche

Eigentlich sieht auf den ersten Blick alles gut aus in dem Zirkus: Fröhlich singen alle „Hereinspaziert …“, es gibt viele verschiedene Tiere und sie mögen sich alle ganz gerne. Außerdem gibt es einen zwar etwas eingebildeten, aber auch eigentlich ganz netten Direktor, Akrobaten, Jongleure, Clowns, einen Zauberer, ein schönes Zelt und ein wohlwollendes und begeisterungsfähiges Publikum und natürlich den frechen und selbstbewussten Esel Carlos. Doch der Dompteur ist sehr streng, das Futter schmeckt immer gleich und überhaupt ist es öde, eingesperrt zu sein und das immer Gleiche zu tun. Jedes Tier hat seine Wünsche und Bedürfnisse und jeder Artist möchte wahr- und ernstgenommen werden.

So machen sich etwas unvorbereitet, aber alle gemeinsam auf die Suche nach ihrem Paradies. Und nach einem kleinen Umweg und mit Hilfe des Zauberers finden sie es schließlich auch. Hier hängt der Himmel voller Süßigkeiten, Bananen, frischem Gras und allem was das Herz begehrt. Ein großer Diamant weckt bei Mensch und Tier aber den Wunsch, ihn zu besitzen. Er wandert durch viele Hände, bis er am Ende wieder dort ist wo er hingehört. Denn die eigentlichen Besitzerinnen schätzen den Diamanten nicht, weil er so wertvoll ist, sondern weil er sie an ihren Großvater erinnert. Und der unbelehrbare Dompteur steht zum Schluss ganz alleine da.

Publikum verzaubert

Die Kinder haben durch ihre Freude und ihren Spaß am Spielen und Verkleiden, am Musizieren und Eintauchen in andere Welten bezaubert und begeistert. Jede der Aufführungen war eine großartige Gemeinschafts- und Meisterleistung von allen Beteiligten. Alle hatten wunderbare Kostüme, gemeinsam haben die Kinder eine tolle Kulisse gestaltet und alles hat gepasst in dieser turbulenten und temporeichen Geschichte.