06. August 2018

Spatenstich für Radweg über die Körschtalbrücke

Brücke bis Mitte Oktober nur Einbahnstraße

Rund 2 Millionen Euro kosten der Bau des Radweges und die Sanierung der Brücke das Land. Am Mittwoch vergangener Woche startete gemeinsam mit Verkehrsminister Winfried Hermann die Baumaßnahme offiziell mit einem Spatenstich auf Markung Neuhausen. Bis Mitte Oktober sollen die Arbeiten auf der Brücke dauern, anschließend müssen die Anbindungen geschaffen werden. Für den Radverkehr freigegeben wird die Brücke dann voraussichtlich Mitte November.
40 bis 45 Millionen Euro gebe das Land jährlich für die Radwegeförderung aus, davon 16 bis 18 Millionen für Radwege an Landesstraßen, betonte der Verkehrsminister. „Wir wollen den Radverkehr stärken, das gehört für uns zu einem nachhaltigen Verkehrskonzept.“ Systematisch und strategisch werde das Radwegenetz im Land entwickelt. „Radwege müssen sicher und gut befahrbar sein“. Radfahren fördere die Gesundheit und die Lebensqualität. Und auch Bürgermeister Ingo Hacker ist überzeugt: „Diese sichere Verbindung auf der Brücke werden Schüler und auch Berufspendler nutzen.“ Denn sie erspare den anstrengenden Weg durchs Tal, die Freude sei deshalb bei vielen groß. „Diese Verbindung ist dringend notwendig“, so BM Ingo Hacker, der Radweg sei von Anfang an ein Anliegen vieler gewesen. Zum feierlichen Spatenstich kamen auch die Bürgermeister und Oberbürgermeister der benachbarten Städte und Gemeinden und Regierungspräsident Wolfgang Reimer.
Die Landesstraße gilt mit mehr als 25.000 Fahrzeugen als eine der meistbefahrenen Baden-Württembergs, 1994 wurde das Körschtalviadukt eröffnet. Jetzt wird auf der westlichen Seite der Notgehweg zum Radweg ausgebaut, er wird 2,75 Meter breit und mit einem 1,30 Meter hohen Sperrgitter zur Fahrbahn hin abgesichert. Gleichzeitig werden die Fahrspuren für den motorisierten Verkehr etwas enger, es bleiben noch 3,75 Meter für jede Spur. Der Start der Baumaßnahme wurde bewusst in die Sommerferien gelegt, da das Verkehrsaufkommen in den Ferienwochen erfahrungsgemäß deutlich geringer ist. Die Brücke ist derzeit nur in eine Richtung befahrbar und zwar aus Esslingen in Richtung Neuhausen/A8. PKW in Richtung Esslingen werden durch das Körschtal und über Nellingen geleitet. LKW, die von der Autobahn abfahren, werden über Denkendorf auf die B 10 geleitet.