08. Juni 2018

LUSTGARTEN - Jardin des Delices

„Die Lustgartenkunst ist nichts anderes als plastische Landschaftsmahlery“ - (E.T. Krug, Ästhetik oder Geschmackslehre, Leipzig 1823)

LUSTGARTEN   -  Jardin des Delices

Der Kunstverein Neuhausen befasst sich vom 10.6. - 22.7.2018 mit dem kulturhistorischen Thema „LUSTGARTEN“, das aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet wird:
Im Unterschied zum privaten Nutzgarten, der der autonomen Selbstversorgung dient, stellt der säkularisierte LUSTGARTEN ein zweckfreies Refugium dar, das zum reinen (optischen) Vergnügen, zur intensiven Wahrnehmung „natürlicher Details“, zur Regeneration und häufig auch als Rückzugsort angelegt worden ist. Im Lustgarten werden die natürlichen Protagonisten nach ästhetischen Aspekten zusammengefügt und unterliegen einem ständigen Wandel, der teils jahreszeitlich bedingt ist, teils künstlich arrangiert wird. Der Lustgarten ist jedoch auch der Ort, in dem unterschiedliche Sinnesaktivitäten, ästhetische Wahrnehmung und eine intensive leibliche Empfindung aufeinander treffen können.
Die in der Ausstellung LUSTGARTEN vertretenen künstlerischen Positionen befassen sich zum einen mit der nach ästhetischen Kriterien „geformten“ und  „gemachten“ Natur, wobei diese auch zum Labor und Experimentierfeld werden kann. Zum anderen werfen sie auch Fragen nach der Produktion von Lust und Begehren und nach natürlichen Prozessen auf.
Eröffnung mit Gartenfest: Samstag, 9. Juni 2018, 19.30 Uhr
19:00 - 20:30 Uhr: Beteiligungsaktion von Kerstin Schaefer „Luftholen - Ein Bienenflug“
Ab 20.30 Uhr spielt die Akademische Betriebskapelle,
Das Künstlerteam „Verstoffwechselt“ verteilt Gebäck zum Inkorporieren mit Motiven aus Hieronymus Boschs „Garten der Lüste“ (1503–1515).
KVN PROJEKTRAUM
Rupert-Mayer-Kapelle  Rupert-Mayer-Str. 68 B  DE 73765 Neuhausen/Fildern
Cell: +49 (0) 172/ 545 1345   http://kvnneuhausen.wordpress.com
Öffnungszeiten während laufender Ausstellungen:
Samstag und Sonntag: 14-18 Uhr oder nach Vereinbarung: kv.neuhausen@dont-want-spam.gmail.com

Abb: Luzia Simons, Jardim No.9, 2014/18