25. April 2018

„Ich hatte das Glück, etwas für die Allgemeinheit tun zu dürfen“

Rolf Haas erhält die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg

„Sie waren immer ein engagierter Kommunalpolitiker und Sie haben Verantwortung für das Ganze übernommen“, würdigte Landrat Heinz Eininger in seiner Laudatio die Verdienste von Rolf Haas. Am Mittwoch vergangener Woche erhielt Rolf Haas als besondere Auszeichnung des Landes Baden-Württemberg für sein breit gefächertes und facettenreiches ehrenamtliches Engagement die Staufer-Medaille verliehen. Sie wird jedes Jahr ungefähr 50 Mal verliehen, ausschließlich für besondere und für über eine lange Zeit erbrachte Verdienste für das Gemeinwohl.
„Die Staufermedaille zeichnet nachhaltiges und nachdrückliches ehrenamtliches Engagement aus. Und die Vergabekriterien erfüllen Sie in vortrefflicher Weise: Sie haben sich in den Dienst der Allgemeinheit gestellt,“, führte Eininger weiter aus. Er gab einen kurzen Abriss über das vielseitige Engagement von Rolf Haas. Sein ehrenamtliches Engagement begann in den 1980-er Jahren. Beim Schwäbischen Albverein, Ortsgruppe Neuhausen war er zehn Jahre lang für die Gestaltung der Jahresfeier verantwortlich, zwischen 1980 und 1983 war er Jugendwart beim Tennis-Club Neuhausen und Anfang der 1980-er Jahre wurde er Büttenredner beim MGV. „Besonders für Kunst und Kultur schlug Ihr Herz“, so der Landrat. Rolf Haas war 1995 Gründungsmitglied des Kunstvereins, drei Jahre lang erster Vorsitzender, seit 2012 ist er zweiter Vorsitzender. Beim Förderverein des Ostertagshofes ist er seit 1999 engagiert, seit 2006 als erster Vorsitzender. Der Förderverein begleitet und unterstützt beim Betreuten Wohnen und im Bürgertreff die unterschiedlichsten Aktivitäten und Projekte. „Neuhausen war früh Schrittmacher der Altenhilfearbeit, einer der Vorreiter im Landkreis“, so der Landrat. Im Oktober 1989 begann das politische Engagement von Rolf Haas als Gemeinderat für die Fraktion der Freien Wähler, er war acht Jahre lang Fraktionsvorsitzender und bis zum Ende seiner Arbeit im Gremium im Dezember 2016 zwölf Jahre lang Erster stellvertretender Bürgermeister. Er engagierte sich besonders im Vorstand der Jugendmusikschule und im Partnerschaftskomitee sowie im Ortsverband der Freien Wähler, „immer waren Ihnen die Belange der Menschen, das Gespräch mit ihnen wichtig.“
„Dein tiefgründiges Denken und dein analytisches Vorgehen, deine Fairness, dein Respekt Bürgern gegenüber geben uns Beispiel. Du hast die Staufermedaille mehr als verdient, du bist und warst einer unserer Besten“, sagte Mariela Herzog, die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler. Auch sie würdigte sein großes Engagement: „Du warst immer fundiert vorbereitet, hast das Für und Wider abgewogen, dir andere Meinungen angehört, warst streitbar, fair und humorvoll.“ Für Bürgermeister Ingo Hacker war er zwei Jahrzehnte lang ein wichtiger Ratgeber, er schätzte in den Sitzungen seine Diskussionsfreude, seine direkte, strukturierte und ordnende Herangehensweise an die unterschiedlichsten Themen. Unvergesslich für ihn war auch der Auftritt von Rolf Haas beim MGV als „Queen Mum“ und sein Ritterschlag zum „Burger King“.
Rückblickend habe das Engagement auch den Verzicht auf manche Annehmlichkeit bedeutet, so Rolf Haas, aber „die kommunalpolitische Tätigkeit ist überaus interessant und die ehrenamtliche Tätigkeit in den vielen Bereichen hat sich für mich persönlich mehr als gelohnt, ich hatte das Glück, etwas für die Allgemeinheit tun zu dürfen.“ Und er appellierte an alle jungen Bürgerinnen und Bürger, sich kommunalpolitisch zu engagieren, „es stehen umfangreiche und spannende Aufgaben an.“ Alle Redner des Abends dankten auch seiner Ehefrau Monika Haas für ihre Unterstützung und Begleitung und er dankte ihr ganz besonders.