Neuhausen auf den Fildern für Fußverkehrs-Check 2026 ausgewählt

Nachrichten aus Neuhausen

Den Fußverkehr gemeinsam voranbringen: Die Gemeinde Neuhausen nimmt am Fußverkehrs-Check 2026 des Landes Baden-Württemberg teil. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Politik und Verwaltung sollen die Bedingungen für den Fußverkehr vor Ort untersucht und konkrete Verbesserungsmöglichkeiten entwickelt werden. Der Schwerpunkt liegt in Neuhausen auf dem Thema Hauptfußwege.

Viele Wege im Alltag werden teilweise oder ganz zu Fuß zurückgelegt. Damit Menschen sicher, komfortabel und möglichst barrierefrei unterwegs sein können, brauchen Kommunen gute, durchgängige und attraktive Fußwege. Die Fußverkehrs-Checks bringen Politik, Verwaltung und Bürgerschaft zusammen, um die Situation vor Ort gemeinsam zu bewerten und konkrete Verbesserungen zu entwickeln. Es werden Stärken und Schwächen des örtlichen Fußverkehrs erfasst und Ideen entwickelt, wie die Fußverkehrsinfrastruktur künftig attraktiver, sicherer und barrierefreier gestaltet werden kann. Die Fußverkehrs-Checks tragen dazu bei, den Fußverkehr stärker ins Bewusstsein zu rücken und eine neue Geh-Kultur vor Ort zu fördern.

Eine Fachjury bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg, der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg, des Ministeriums für Kultus Baden-Württemberg, des Landkreistags, des Städtetags, des Gemeindetags sowie des Verkehrsclubs Deutschland hat über die Auswahl der eingegangenen Bewerbungen entschieden. Am 6. Oktober 2026 überreichte Staatssekretär Raimund Haser MdL den ausgewählten Kommunen im Rahmen der Auftaktveranstaltung in Stuttgart die Teilnahmeurkunden. Neuhausen konnte mit dem Schwerpunkt Hauptfußwege überzeugen.

Staatssekretär Raimund Haser MdL sagte bei der Auftaktveranstaltung in Stuttgart: „Alle Menschen sollten sicher und selbstverständlich zu Fuß unterwegs sein können – gute Fußwege schaffen nicht nur mehr Sicherheit, sondern ermöglichen Teilhabe und ein selbstständiges Leben.“
Für Neuhausen ist dabei gerade der Zeitpunkt besonders interessant: Mit dem Bau des neuen S-Bahn-Endbahnhof mit Busbahnhof und Fahrradabstellanlagen entsteht ein multimodaler Knoten, der die verschiedenen Verkehrsarten miteinander verknüpft. Der Bahnhof wird für viele Menschen künftig Ausgangspunkt oder Ziel ihrer Wege sein, welche natürlich auch zu Fuß zurückgelegt werden.

Im Rahmen des Fußverkehrs-Checks soll untersucht werden, wie der neue Bahnhof gut und sicher zu Fuß erreichbar sein kann. Dabei geht es nicht nur um den unmittelbaren Bahnhofsbereich, sondern vor allem um die wichtigen Verbindungen vom Bahnhof ausgehend in die Ortsmitte.

Beteiligung in Neuhausen zum Schwerpunkt Hauptfußwege

Der Fußverkehrs-Check folgt einem standardisierten Ablauf, der an die örtliche Situation angepasst wird. Den Auftakt bildet ein Workshop, bei dem Beteiligte und Interessierte zusammenkommen, um die Situation des Fußverkehrs zu diskutieren und die Schwerpunkte für die weitere Bearbeitung festzulegen.

Anschließend finden zwei gemeinsame Begehungen statt. Dabei werden ausgewählte Wege und Bereiche vor Ort betrachtet, Stärken und Schwächen erfasst und mögliche Verbesserungen diskutiert. Die Erfahrungen und Hinweise der Bürgerinnen und Bürger spielen dabei eine wichtige Rolle. Bei vertiefenden Formaten des jeweiligen Schwerpunkts werden zusätzliche Erkenntnisse gesammelt.

In einem abschließenden Workshop werden die gewonnenen Erkenntnisse zusammengeführt, Maßnahmenvorschläge diskutiert und mögliche nächste Schritte besprochen.

Im Anschluss erstellt das beauftragte Fachbüro einen Abschlussbericht mit einer Bestandsaufnahme, einer Stärken-Schwächen-Analyse, einem Maßnahmenplan sowie Empfehlungen zur weiteren Fußverkehrsförderung. Die Ergebnisse und Empfehlungen werden außerdem im Gemeinderat vorgestellt. Einige Monate nach Abschluss des Checks findet ein Folgeberatungstermin statt, um die weitere Umsetzung zu unterstützen.

Die Verwaltung wird frühzeitig über die anstehenden Bürgerbeteiligungen informieren.

Vier Personen stehen lächelnd draußen und halten zusammen ein Zertifikat vor einem Banner mit der Aufschrift "Fußverkehrs-Checks für Baden-Württemberg".
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