Was Hundehalter beachten sollten

Landwirtschaftlich genutzte Flächen und Grünland dürfen zeitweise nicht betreten werden

Immer wieder erreichen das Ordnungsamt der Gemeinde Neuhausen Beschwerden von Bürgern über Belästigungen durch Hundekot. Besonders lästig sind diese Haufen auf Kinderspielplätzen oder Schulhöfen. Darüber hinaus hat der Halter oder Führer eines Hundes dafür Sorge zu tragen, dass dieser seine Notdurft nicht auf Grundstücken Dritter, auf öffentlichen Anlagen oder Geh- und Fußwegen verrichtet. Dennoch dort abgelagerter Hundekot ist unverzüglich zu beseitigen. Die Gemeindeverwaltung unterstützt Sie hierbei, an mehr als 20 „ROBIDOG-Stationen“ gibt es entsprechende Tüten und Entsorgungsmöglichkeiten.

Zudem ist zu beachten, dass Hunde ihre Notdurft nicht auf landwirtschaftlich genutzten Wiesen und Äckern verrichten dürfen. Innerhalb der Vegetationsperiode besteht ein Betretungsverbot für landwirtschaftliche Flächen gemäß § 37 Abs. 1 Landesnaturschutzgesetz. So dürfen landwirtschaftlich genutzte Flächen in der Zeit zwischen Saat und Ernte, bei Grünland in der Zeit des Aufwuchses und der Mahd beziehungsweise Beweidung nicht betreten werden.

Wer gegen diese Vorschriften verstößt handelt ordnungswidrig. Nach § 64 Abs. 2 Ziffern 18 beziehungsweise 19 Landesnaturschutzgesetz ist das Verunreinigen von Grundstücken in der freien Landschaft beziehungsweise das Betreten von landwirtschaftlichen Flächen in der Nutzzeit außerhalb der Wege eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 15.000 € geahndet werden kann. Ordnungswidrig handelt auch, wer Tiere, für die er verantwortlich ist, außerhalb eingezäunter Grundstücke ohne genügend Aufsicht oder Sicherung lässt, wenn dadurch die Nutzung eines landwirtschaftlichen Grundstücks gefährdet wird. Diese Ordnungswidrigkeit kann gemäß § 28 Abs. 1 Landwirtschaftsgesetz mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 € geahndet werden.
Selbstverständlich ist, dass jeder verpflichtet ist, die von ihm abgelegten Gegenstände und Abfälle wieder aufzunehmen und zu entfernen.

Unberührt von diesen staatlichen Forderungen haben die betroffenen Landwirte nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch sowohl einen Unterlassungs- als auch einen Schadensersatzanspruch bei einer erfolgten Verunreinigung der landwirtschaftlichen Kulturen.

Bitte denken Sie auch an die Auswirkungen auf die Verbraucher etwa  beim Gemüse und Salatanbau. Hundekot kann gerade in landwirtschaftlichen Grundstücken dazu führen, dass Erntegut verunreinigt wird und beim Mäh- und Erntevorgang wird Hundekot großflächig verteilt. Durch diese Verunreinigung können Krankheiten mit Schädigungen für Menschen und Tiere übertragen werden.

Das Ordnungsamt bittet deshalb alle Hundehalter ihre Tiere im eigenen Grundstück auslaufen zu lassen oder nach einem Spaziergang den Hundekot in einem Beutel zu Hause im Müll oder an einer der Robidog-Stationen zu entsorgen.

Die Mitarbeitenden des Baubetriebshofes haben in der vergangenen Woche zwei neue Robidog-Stationen aufgebaut. Eine dieser Stationen steht am Sauhagparkplatz, die andere in Nachbarschaft zur Firma Ottenbruch.