Vor 15 Jahren wurde das „Nesthäkchen“ eröffnet

Martina Wörner, BM Ingo Hacker, die damalige Sozialministerin Monika Stolz (2.v.r.), Christiane Heix

Ein Fest ist für den Sommer geplant

Am 02.01.2007 wurde das „Nesthäkchen“ im Ostertagshof eröffnet. Seit 15 Jahren werden dort nun Kinder unter drei Jahren in einer besonderen, liebevollen Atmosphäre professionell betreut. „Es ist eine Erfolgsgeschichte, die Dank großartiger und verantwortungsvoller ehrenamtlicher Arbeit realisiert wurde. Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle besonders Martina Wörner und Christiane Heix und allen, die die Idee mitgetragen haben. Ihr Engagement ist beispielhaft und hat dazu beigetragen, dass sich Familien hier wohlfühlen“, betonte Bürgermeister Ingo Hacker.

Der Träger des „Nesthäkchens“ ist der Verein Kinder-Elternzentrum (KEZ e.V.), gegründet wurde der Verein im Jahr 2003. Die Trägeraufgaben für das „Nesthäkchen“ und die damit verbundene große Verantwortung haben seit Beginn die beiden Vorsitzenden ehrenamtlich getragen. Geplant war das „Nesthäkchen“ zunächst als dreijähriges Projekt. Schon 2007 war der Bedarf groß und das „Nesthäkchen“ eine Erfolgsgeschichte: Gleich zu Beginn gab es 39 Anmeldungen auf die 10 Plätze. Am Anfang wurden zunächst insgesamt 19 Kinder betreut, da das "Nesthäkchen" durch Platzsharing Ganztags- und Teilzeitplätze anbietet. Aufgrund der Betriebserlaubnis wurden es später und sind es bis heute 14 Kinder, verteilt auf die 10 Plätze.

Eine Besonderheit ist die Kooperation mit der Firma Balluff mit fünf Belegplätzen und mit der Gemeinde Neuhausen. Martina Wörner bedankte sich: „Es war die erste Einrichtung für Kinder von 0 bis 3 Jahren in Neuhausen. Das Vertrauen in den Verein war von Anfang an groß, wir konnten in vielen Bereichen auf eine großartige und verlässliche Unterstützung zählen.“ Landrat Heinz Eininger lobte bei der Vorstellung der Kinderkrippe im Jahr 2007 das „Nesthäkchen“ als nachahmenswertes PPP-Modell (Private-Public-Partnership), er hoffte, dass sich dieses Modell flächenhaft ausbreitet. Von Anfang an hatten andere Firmen und Städte und Gemeinden ein großes Interesse an dem Projekt, unter anderem wurde es als Best-Practice-Beispiel beim internationalen Kongress "Invest in Future" in Stuttgart vorgestellt und bei der Jahrestagung des Gemeindetages.

Auch hochrangige Vertreter verschiedener Ministerien machten sich zu Beginn vor Ort ein Bild: Die damalige Sozialministerin des Landes Baden-Württemberg Monika Stolz war Ehrengast bei der offiziellen Einweihung des Nesthäkchens am 21.05.2007, ein Jahr später folgte unter anderem ein Besuch des Wirtschaftsministers.

Das „Nesthäkchen“ ist ein wichtiger Baustein der Kinderbetreuung in Neuhausen, es ist fest etabliert und wird von vielen sehr geschätzt. Die Kinderkrippe ist im Kindergartenbedarfsplan der Gemeinde Neuhausen fest verankert und gleichgestellt mit den anderen Einrichtungen und Trägern. Der Abmangel wird wie in den anderen Einrichtungen zu 100 Prozent von der Gemeinde übernommen. Die Nachfrage nach Plätzen ist nach wie vor groß, denn viele Eltern schätzen die familiäre Atmosphäre der Einrichtung. Mittlerweile kommen ehemalige Nesthäkchen-Kinder, um in der Einrichtung ein Praktikum zu absolvieren. Martina Wörner betonte: „Der Erfolg ist besonders auf die gute Arbeit und das große Engagement der Erzieherinnen zurückzuführen, die alle schon seit vielen Jahren in der Einrichtung tätig sind. Bemerkenswert ist auch die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit zwischen Träger und Personal.“ 2007 war die Betreuung von Kindern unter drei Jahren eine Besonderheit. „Wir waren Vorreiter für eine Betreuungsform, die mittlerweile im Katalog der Betreuungsformen fest verankert und normal ist.“ Und Bürgermeister Ingo Hacker würdigte: „Darauf können Sie persönlich und als Verein zurecht sehr stolz sein.“