Umbauarbeiten beginnen bald

Die Schülerinnen Mara, Luisa und Luna zusammen mit Robin Lars Schmitt und Jörg Moosmann vor dem CAP-Markt

Neuer CAP-Markt öffnet im späten Frühjahr 2021 – mit einer kleinen Abteilung „Unverpackt“

Noch ist nicht ganz sicher, wann genau der CAP-Markt in Neuhausen eröffnen wird. Sicher ist, dass er eröffnet wird und geplant ist eine Eröffnung für die Monate April oder Mai 2021. Betreiber ist nun die NintergrA Unternehmen für Integration gGmbH, Jörg Moosmann ist Fachbereichsleiter CAP-Lebensmittelmärkte. Die NintegrA betreibt bereits 16 CAP-Märkte, unter anderem auch die CAP-Märkte in Denkendorf und Köngen. In Neuhausen werden auf 750 Quadratmetern Verkaufsfläche mehr als 10.000 Artikel angeboten. Als Besonderheit gibt es in Neuhausen auch insgesamt 16 „Unverpackt“-Lebensmittel, die jeder selbst abfüllen kann, darunter Nüsse und Müsli.

Die Idee eines Unverpackt-Ladens in Neuhausen haben Mara, Luisa und Luna schon lange. „Wir produzieren viel zu viel Plastikmüll“, sind die drei Sechstklässlerinnen überzeugt. Pro Kopf fielen im Jahr 2018 in Deutschland derzeit laut Umweltbundesamt 227,5 Kilogramm Verpackungsmüll an. Private Verbraucher hatten daran einen Anteil von 47 Prozent, sie produzierten zusammen mehr als 8,9 Millionen Tonnen Verpackungsmüll. Die drei Mädchen haben in Eigeninitiative und damals noch als Grundschülerinnen in der Mozartschule die ganze Schulgemeinschaft für das Thema sensibilisiert und sie waren zum Gespräch bei Bürgermeister Ingo Hacker, um ihre Idee vorzustellen. Vor einigen Wochen haben sie auf dem Wochenmarkt Werbung für einen „Unverpackt“-Laden gemacht, viele positive Rückmeldungen erhalten und in einer Weltkugel-Spardose etwas Geld gesammelt. Das Geld haben sie jetzt Jörg Moosmann übergeben, er bedankte sich und war fasziniert von der Idee und dem Engagement der drei Mädchen: „Wir übernehmen in unseren Läden gerne Anregungen aus der Bürgerschaft vor Ort – und eure Idee ist klasse.“

Neben den Unverpackt-Lebensmitteln und den klassischen Molkereiprodukten wird ein Schwerpunkt des CAP-Marktes in Neuhausen ein umfangreiches Obst- und Gemüsesortiment sein. Eigens eingerichtet wird eine Convenience-Küche, in der beispielsweise kleine Snacks oder Salate inklusive Dressing für die Mittagspause frisch zum Mitnehmen zubereitet werden. Eine Besonderheit: In dieser Küche wird es eine Schokoladenschublade geben, für obstige und süße Naschereien. Natürlich sei Bio fest dabei, betonte Moosmann, ebenso wie die günstigen Standardartikel aus dem Edeka-Sortiment, auch ein Lieferservice ab einem Einkaufswert von 30 Euro ist geplant.

Der Markt wird komplett barrierefrei und er wird optisch sehr ansprechend gestaltet, mit neuem, überarbeitetem Design, neuem Fußboden, frischem Anstrich, einem passenden Lichtkonzept und Holzverkleidungen. Technisch ausgestattet wird der CAP-Markt in Neuhausen mit einem zentral gepflegten, automatischen Auszeichnungssystem, eine der beiden Kassen wird außerdem eine Selbstzahlerkasse sein. Der Gemeinderat unterstützt die Neuansiedlung mit einem Zuschuss in Höhe von 300.000 Euro. Die Hälfte der Summe fließt als Barzuschuss, die andere Hälfte als Bürgschaft. Verknüpft war der Zuschuss mit einer Betreiberverpflichtung auf 10 Jahre. „Ohne diesen Zuschuss würden wir jetzt nicht hier stehen“, sagte Moosmann.