Mit dabei: Einsatzausrüstung und Werkzeuge

Hilfseinsatz der Feuerwehren aus dem Landkreis in Kroatien

Freiwillige Feuerwehren aus dem Kreis brachten 100 Tonnen Hilfsgüter in gemeinsamer Aktion nach Kroatien

Am 29. Dezember 2020 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6,2 auf der Richterskala Kroatien. Das Epizentrum des Bebens lag etwa 80 km südlich von Zagreb. Schon zwei Tage später hatte die FFW Neuhausen in einer spontanen Aktion eine erste Hilfslieferung ins Erdbebengebiet unterstützt. Nun wurde eine zweite Hilfslieferung organisiert, federführend von der Freiwilligen Feuerwehr Aichtal. Der Kreisfeuerwehrverband Esslingen-Nürtingen hatte um Unterstützung beim Transport durch die Wehren des Landkreises Esslingen gebeten. Feuerwehrkommandant Thomas Ernst, Andreas Hermann und Ralf Vollenkemper nahmen kurzfristig Urlaub und unterstützten mit dem Gerätewagen Transport (GW-T) die Hilfslieferung.

Ziel war es dieses Mal, die Feuerwehren vor Ort mit Einsatzausrüstung wie beispielsweise Leitern, Schläuchen, Folien zur Dachabdeckung oder Werkzeugen zu versorgen. Diese Ausrüstung war entweder vorher nicht vorhanden oder wurde während des Erdbebens zu großen Teilen zerstört. Bei der Sammlung kamen knapp 100 Tonnen an Hilfsgütern zusammen. Als Zielort wurde die Stadt Glina in der Gespannschaft Sisak-Moslavina gewählt, die nahe dem Epizentrum des Erdbebens liegt. Die Stadt hat auf einer Fläche von etwa 540 km2 rund 10.000 Einwohner.

Am 4. Februar wurde das Fahrzeug in Aichtal beladen. Am Freitag ging es dann um 6:30 Uhr zusammen mit 21 anderen Fahrzeugen und insgesamt 54 Feuerwehrleuten los nach Kroatien. Nach einer Fahrt über Deutschland, Österreich und Slowenien kam der Konvoi um 22:00 Uhr in Zagreb an. Auf seinem letzten Teilstück wurde der Konvoi in Kroatien von einer Polizeieskorte begleitet. Besonders beeindruckt waren alle Beteiligten von der enormen Zerstörung, von den vielen persönlichen Schicksalen, aber auch von der großen Dankbarkeit, der Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Und der Zuversicht, mit der die Betroffenen an den Wiederaufbau gehen. Überwältigend war auch das Medieninteresse. Presse, Funk und Fernsehen in Kroatien berichteten ausführlich über dieses großartige Zeichen der Solidarität.

Die Berichterstattung und auch weitere interessante Informationen und Videos können hier eingesehen werden.