Kläranlage wird für 17 Millionen Euro ertüchtigt

Eidechsenhabitate: Von Mitarbeitern des Bauhofes erstellt

Rund 5 Jahre Bauzeit sind vorgesehen – Baustart war Anfang März

Anfang März wurde mit den Arbeiten zur Ertüchtigung der Kläranlage begonnen. Zunächst mussten die noch vorhandenen Wurzelstöcke entfernt werden. Zudem wurde eine Rampe für das schwere Bohrgerät erstellt, mit dem die Gründung der Verbauträger für den Baugrubenverbau gebohrt wird.

Im ersten Bauabschnitt wird nun ein neues Regenüberlaufbecken gebaut, das zukünftig ankommendes Regenwasser aufnehmen wird. Im Fall eines starken Regenereignisses muss die Zulaufkapazität der Anlage sichergestellt sein, da sich sonst unter besonderen Umständen die Reinigungsleistung verringern könnte.

Der Neubau des Regenüberlaufbeckens ist im Vorgriff der weitern Bauabschnitte notwendig, da das alte Becken im zweiten Abschnitt abgebrochen wird, um Platz für ein modernes Belebungsbecken zu schaffen. Dies muss abschnittsweise erfolgen, da die volle Funktionsfähigkeit der Anlage auch im Baubetrieb erhalten bleiben muss. Die Arbeiten zu Erstellung des neuen Regenüberlaufbeckens werden voraussichtlich bis Anfang 2022 andauern.

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens wurde eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt. Diese hatte aufgezeigt, dass sich schutzrelevante Eidechsenarten auf dem Gelände befinden. Aus diesem Grund werden die Eidechsen umgesiedelt, bevor in ihre Ursprungshabitate im Zuge der Bauarbeiten des zweiten Bauabschnittes ab Mitte 2022 eingegriffen wird.

Um eine gebietsnahe Umsiedelung zu realisieren wurden bereits Ende Februar Eidechsenhabitate westlich der Zufahrt zur Kläranlage erstellt. Die Umsiedlung wird nun im Frühjahr und Sommer dieses Jahr parallel zu den Arbeiten am ersten Bauabschnitt durch ein Fachbüro erfolgen.

Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist für das Jahr 2025 vorgesehen. Die veranschlagten Gesamtkosten belaufen sich auf 17 Millionen Euro.