Im Rahmen des Möglichen

Schwarzmarkt des Kunstvereins Neuhausen

Kunstverein Neuhausen plant für 2021 Ausstellungen, Vorträge und eine partizipative Kunstaktion

Zwei Ausstellungen hat Susanne Jakob, die künstlerische Leiterin des Kunstvereins Neuhausen für dieses Jahr geplant. Die erste startet nach derzeitigen Planungen am 8. Mai und endet im Juli, ihr Titel lautet „Connecting Cultures. Hybride Existenzen, dezentrale Orte“. Die zweite Ausstellung „EAT YOUR WORDS“ wird am 30. Oktober eröffnet. Bereits am letzten Wochenende im September ist im Außenbereich des KVN eine partizipative Kunstaktion des Stuttgarter Künstler:innen Kollektivs FUKS geplant. Mitglieder, Neuhäuser und die neue Nachbarschaft in den Akademiegärten sind zum künstlerisch-kreativen Mitmachen eingeladen. Außerdem soll in Kooperation mit der Öffentlichen Katholischen Bücherei – Mediathek voraussichtlich im Juli eine multimediale Lesung „TANGER TELEGRAMM“ mit Florian Vetsch/CH und Boris Kerenski/DE  nachgeholt werden, die im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste. Bis zum Sommer gibt es online außerdem einen „Schwarzmarkt“.

Dinge, die rar und deshalb schwer zu bekommen sind – dafür gibt es in Krisenzeiten nicht selten einen Schwarzmarkt. Bereits im vergangenen Jahr hat sich in der Rupert-Mayer-Kapelle, dem Projektraum des Kunstvereins, ein Schwarzmarkt etabliert. Allerdings gibt es weder Masken noch Impftermine und auch keine klassische Galerieware, sondern ästhetisch anspruchsvolle und kuriose Artefakte, die im Rahmen von Ausstellungen des Kunstvereins Neuhausen entstanden sind. Oder die eigens für den Schwarzmarkt produziert wurden. Derzeit beteiligen sich 28 Künstlerinnen und Künstler. Da der Kunstverein bis auf weiteres geschlossen ist, läuft der Verkauf online.

Künstlerische Reflexionen über Zuwanderung und Differenz, Aneignung und Identität stehen im Mittelpunkt der ersten Ausstellung im Jahr 2021 „CONNECTING CULTURES“. Ausgangspunkt ist ein erweiterter Blickwinkel auf Kulturräume, die durch Globalisierung, Kolonialisierung, Zuwanderung und Migration verändert wurden. „CONNECTING CULTURES will einen polyphonen Resonanzraum aus den Beiträgen von 9 transnational tätigen Künstlerinnen und Künstlern und durch Kooperationen mit lokalen Akteuren erzeugen“, betonte Susanne Jakob. Geplant hat der Innovationsclub einen Shuttle-Service mit E-Fahrzeugen zur Ausstellungseröffnung. Näheres dazu finden Sie ebenfalls auf der Homepage des Kunstvereins.

Am 30. Oktober wird die Ausstellung „EAT YOUR WORDS“ der Klasse Birgit Brenner (ABK Stuttgart) eröffnet, in der künstlerische Recherchen zu Wahrheit und Unwahrheit, Manipulation und Lüge in den sozialen Netzwerken und in der Berichterstattung der Medien vorgestellt werden.

Alle Projekte werden natürlich nur realisiert, wenn es coronabedingt möglich ist.