Ein Haus mitten im Ort und mitten im Leben

Blick auf die großzügige Gemeinschaftsküche im Samariterstift

Mitte Oktober wurde das Samariterstift Neuhausen eingeweiht

Am Sonntag, den 11.10.2020 wurde das neu errichtete Samariterstift Neuhausen eingeweiht. Allerdings aufgrund der steigenden Corona-Zahlen anders als noch drei Tage zuvor geplant. Kreativ suchte das Leitungsteam nach Alternativen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestalteten ein schönes und feierliches Mittagessen für die Bewohnerinnen und Bewohner. Die Redner sandten ihre Grüße und Wünsche in schriftlicher Form und werden in weniger angespannten Zeiten das Samariterstift besuchen. Geplant war eigentlich auch ein Tag der offenen Tür. Alle Interessierten aus der Einwohnerschaft sind nun eingeladen, sich die neue Pflegeeinrichtung an einem der kommenden Freitage anzuschauen. Jeweils um 15 Uhr finden „offene Besuchstermine“ statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 8 beschränkt, eine telefonische Anmeldung unter Tel. 07158 98795-0 ist erforderlich. Gezeigt werden sowohl Bewohnerzimmer als auch Aufenthaltsräume in den Hausgemeinschaften.

„Trotz der aufgrund der Pandemie schwierigen Bedingungen wollen wir ein offenes Haus sein und freuen uns auf Begegnungen mit Ihnen aus der bürgerlichen Gemeinde, den Kirchengemeinden, den Vereinen, den Ärzten und Kooperationspartnern sowie mit jedem einzelnen interessierten Bürger aus Neuhausen“, betonte Hausleiter Thomas Kugele. Als die ersten Bewohner und Bewohnerinnen im Juli einzogen, war noch etliches nicht fertiggestellt. Obwohl kein Handwerkerbetrieb komplett ausgefallen war, gab es doch zahlreiche Verzögerungen oder Corona-bedingte Lieferengpässe. Inzwischen ist vieles abgeschlossen, die Wohnlichkeit wächst von Woche zu Woche. Mit jedem Neueinzug kommt ein Stück Geschichte ins Haus, die den Alltag prägt. Im Samariterstift ist Platz für 75 Menschen. Im Moment leben im neu errichteten Gebäude 40 Bewohner und Bewohnerinnen in drei Hausgemeinschaften, „das gemeinschaftliche Leben ist ähnlich wie in einer Großfamilie gestaltet“, erzählte Thomas Kugele. Es dauert seine Zeit, bis die Bewohner innerlich ankommen und sich neu orientiert haben. Wenn sie gerne erzählen, finden sie schnell Anschluss. Die beiden weiteren Gruppen werden nach und nach eröffnet – wobei der kritische Punkt sein wird, genügend Personal zu finden, betonten Vertreter der Samariterstiftung. Gesucht werden neben Pflegefachkräften auch Alltagsbegleitungen, die in den Hausgemeinschaften präsent sind. Das Leitungsteam betont, dass sich Interessierte gerne unverbindlich ein Bild vom Arbeitsablauf machen können. Ein kurzer Anruf genügt: bei der Pflegedienstleitung Tamara Roth (Tel. 07158 98795-520) oder der Hauswirtschaftsleitung Kathrin Brockschmidt (Tel. 07158 98795-530).

Frank Wößner ist der Vorstandsvorsitzende der Samariterstiftung: „Mögen die Menschen und möge die Arbeit im Samariterstift gesegnet sein.“ Sein Dank gilt allen, die das Haus so erst möglich gemacht haben, Bürgermeister Ingo Hacker, Gemeinderat und Verwaltung, dem Sozialdienst katholischer Frauen und dem Siedlungswerk, der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde und allen, die geplant und gebaut haben und nun hier arbeiten, „das Quartier für Generationen entspricht unserer Idee von Pflegehäusern in einem vitalen, sozialen Umfeld.“ Das Samariterstift Neuhausen stehe für Lebensqualität im Alter und genau da, wo es hingehöre: Mitten im Leben. Bürgermeister Ingo Hacker betonte in seinem Grußwort, dass mit der Etablierung des Alten- und Pflegeheims eine große Lücke in Neuhausen geschlossen worden sei. Die Samariterstiftung stehe für Verlässlichkeit, Qualität und christliche Nächstenliebe und im Mittelpunkt allen Tuns stehe immer der Mensch. „Das passt perfekt zu Neuhausen.“ Weiter betonte er: „Fest verankert ist das Samariterstift im Quartier für Generationen bereits, nun hat es Zeit zu wachsen. Intern, indem immer mehr Menschen einziehen und hier arbeiten und zum anderen in den Ort hinein.“ Auch im Namen des Gemeinderates wünscht er, dass das Wachsen gut gelingt, dass sich die Menschen wohl fühlen und gerne engagieren, viele Ideen Früchte tragen und das Samariterstift ein Ort der Begegnung und des Miteinanders wird.

Um vom Alltäglichen und Besonderen mehr erzählen zu können, startet diese Woche ein Blog. In einer Art öffentlichem Tagebuch wird von Ereignissen, Ideen und Plänen berichtet.