„Am Lebensende mitentscheiden“

Elke Bayer und Brigitte Schlichting vor dem Eingang des Bürgertreffs

Beratungen zur Patientenverfügung – Anmeldungen bitte über das Büro des Bürgertreffs

Mehr als 50 Beratungsgespräche hat Brigitte Schlichting zwischen Februar und Oktober des vergangenen Jahres geführt. Seit fünf Jahren berät sie Interessierte zum Thema Patientenverfügung. Und bei Bedarf informiert sie auch über Vorsorgepapiere allgemein. Bisher arbeitete sie im Tandem mit Helmut Wahle. Er hat vor einiger Zeit nach sehr vielen Jahren erfolgreicher Beratungstätigkeit aufgehört als Volunteer tätig zu sein. Neu eingestiegen ist im vergangenen Jahr Elke Bayer. Beratungstermine können jetzt wieder vereinbart werden über das Büro des Bürgertreffs (den Kontakt finden Sie am Ende des Beitrags).

Die beiden Beraterinnen bringen unterschiedlichste Erfahrungen – berufliche und persönliche - in die Beratungen mit ein und betonten: „Mit einer Patientenverfügung kann man am Lebensende mitentscheiden – und sie lässt sich jederzeit ändern und der Lebenssituation anpassen.“ Und wichtig sei es für Angehörige die Wünsche zu kennen und damit eine Handlungsgrundlage für Entscheidungen zu haben, die der oder die Betroffene in einer besonderen Situation selbst nicht äußern oder treffen kann. Das persönliche Beratungsgespräch ist wichtig, um differenziert Hinweise geben und auch die Tragweite der Entscheidungen aufzeigen zu können.

Grundlage der Beratungen sind die „Esslinger Papiere“. Vor rund 20 Jahren wurde der Verein „ESSLINGER INITIATIVE Vorsorgen – Selbstbestimmen e.V.“ gegründet. Fachleute aus den unterschiedlichsten Fachgebieten haben die „Esslinger Papiere“ erarbeitet und ein Informationsnetz zu Vorsorgepapieren aufgebaut. Eingearbeitet in die „Esslinger Papiere“ werden selbstverständlich immer die neuesten rechtlichen Änderungen. Inzwischen gibt es rund 30 Beratungsstellen im Landkreis Esslingen. Die ehrenamtlichen Berater werden im Vorfeld und während ihrer Arbeit regelmäßig von Medizinern und Juristen geschult. Bundesweiten Modellcharakter hat die verlässliche, gleichbleibend hohe Qualität der Beratungsgespräche sowie der „Esslinger Papiere“.

Das erste Beratungsgespräch zur Patientenverfügung kann ganz ohne Vorbereitung erfolgen. Viele Interessierte kommen allerdings schon mit konkreten Vorstellungen, hilfreich ist auch die Begleitung durch eine Vertrauensperson. Wichtig sei es, sich über den eigenen Willen klar zu werden und dann innerhalb der Familie das Gespräch zu suchen und klar zu formulieren, wer beispielsweise die Vollmacht erhalten soll, den Willen des Betroffenen umzusetzen. Eine Patientenverfügung sollte alle zwei bis drei Jahre auf den neuesten Stand gebracht werden und sie sollte an eine möglicherweise veränderte Lebenssituation oder Krankheitssituation angepasst werden.

Selbstverständlich sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsstellen zur Verschwiegenheit verpflichtet. Ein großer Wunsch von ihnen ist es, „dass die Menschen, die wir beraten haben, die Papiere anschließend auch ausfüllen“. Wenn weitere Fragen und Unsicherheiten da sind, darf auch gerne nochmal nachgefragt werden.

Anmeldung zum Beratungsgespräch:

Telefonisch unter (07158) 940 933 (Anrufbeantworter) oder per E-Mail.

Bitte geben Sie in beiden Fällen Ihren Namen und eine Telefonnummer für einen Rückruf zur Terminvereinbarung an. Die Leiterin des Bürgertreffs, Meta Dechent, meldet sich schnellstmöglich bei Ihnen: "Aufgrund der aktuellen Situation bitte ich Sie um Geduld bei der Terminvergabe und danke für Ihr Verständnis."

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Esslingere Initiative.