1.200 Kilometer Radwege im Kreis mit neuer, einheitlicher Beschilderung

Fahrradwegweiser

Radwegenetz im Landkreis wurde bereits an vielen Stellen neu ausgeschildert

Im gesamten Kreis Esslingen gibt es an vielen Straßen und Radwegen bereits neue Fahrradwegweiser. Das Straßenbauamt des Landkreises Esslingen schildert aktuell die Fahrradwege zwischen Städten und Gemeinden neu aus. Durch die Bündelung des Radverkehrs auf geeigneten, sicheren und zügig ans Ziel führenden Radverkehrsverbindungen will der Landkreis die Attraktivität des Radverkehrs weiter verbessern und den Radverkehr insgesamt erhöhen. Die einheitliche, zuverlässige Wegweisung, von der sowohl ortskundige, als auch ortsfremde Radlerinnen und Radler profitieren, soll hierfür einen Beitrag leisten. 

In enger Abstimmung mit den kreisangehörigen 44 Städten und Gemeinden sowie bei zahlreichen Vor-Ort-Terminen wurde die neue Routenführung erarbeitet. Die Expertise und Ortskenntnis der Radverbände floss ebenfalls in neue Wegweisung mit ein. Die ADFC Ortsgruppen sowie der ADFC Kreisverband, der VCD und das Bündnis „Esslingen auf´s Rad“ waren in die Planung eingebunden. Zur Erstellung der Wegweisung wurden mehr als 2.200 km im Landkreis befahren.

Das Planungsbüro RV-K aus Frankfurt am Main entwarf die Konzeption für das umfangreiche Projekt. Die Neuausschilderung umfasst das Kreisnetz mit einer Länge von 1.200 km, das übergeordnete RadNETZ Baden-Württemberg sowie die touristischen Landesradfernwege mit einer Streckenlänge von 130 km. Insgesamt wurden bereits knapp 7.000 Schilder montiert. 

Um die Fahrradwegeverbindungen weiter zu optimieren, wurde ein Mängelmeldesystem installiert. Dafür wurden Wegweiserpfosten mit einem QR-Code ausgestattet. Radlerinnen und Radler können mit dem Smartphone über den QR-Code direkt auf einen Mangel an der Beschilderung hinweisen. Alternativ kann der Landkreis auch per E-Mail an Radverkehr@lra-es.de informiert werden. Auf diesen Wegen wurden dankenswerter Weise schon ein paar Fehler in der Wegweisung rückgemeldet. Die Wegweiser wurden überprüft, notwendige Korrekturen werden in den kommenden Wochen nachgearbeitet. 

Die Erstausschilderung des Kreisnetzes übernimmt der Landkreis auch in der Zuständigkeit der Städte und Gemeinden. Die Kosten für die Planung und Ausschilderung belaufen sich auf rund 480.000 Euro. Bund und Land fördern das Projekt mit knapp 290.000 Euro. Mit Fertigstellung der Nacharbeiten übergibt der Landkreis die Wegweisung an die jeweils zuständige Stadt beziehungsweise Gemeinde. Um auch künftig eine durchgängige und zuverlässige Wegweisung sicher zu stellen, übernimmt das Straßenbauamt des Landkreises die Koordinierung der Mängelmeldungen und die Pflege des Beschilderungskatasters. 

Der Aufbau der kreisweiten Radwegebeschilderung ist eine wichtige Maßnahme der Radverkehrskonzeption des Landkreises aus dem Jahr 2016.

Die Fortschreibung der Radverkehrskonzeption ist für das nächste Jahr vorgesehen.