23. Juni 2017

„Ein wunderbar erneuertes Gotteshaus“

Sanierung nach 13 Monaten abgeschlossen – Kirche St. Peter und Paul wurde am Samstag festlich eingeweiht

„Der Filderdom strahlt“, sagte der Diözesanbischof Gebhard Fürst, „es ist ein wunderbar erneuertes Gotteshaus. Wenn ich auf Reisen bin und den Filderdom sehe, weiß ich, ich bin zu Hause.“ Von der Sonne durchflutet waren Chor und Kirchenschiff beim festlichen Weihegottesdienst am vergangenen Samstag. In einer festlichen Liturgie weihte Fürst den neuen Altar, er legte Reliquien der Märtyrer Maximus, Victor und Clementia in das Grab unter dem Altar, entzündete auf den fünf Kreuzen auf dem Altar Weihrauch und er salbte ihn mit Chrisam. Feierlich umrahmt wurde die Weihe vom Chor St. Peter und Paul, von Pauken, Trompeten und Posaunen unter der Gesamtleitung von KMD Markus Grohmann und durch die Bürgergarde. „Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land“, sangen Chor und Gemeinde zu Beginn des rund zweistündigen Gottesdienstes. Bis zuletzt haben die Handwerker gearbeitet, 13 Monate hat die umfangreiche Sanierung des Innenraumes gedauert, gekostet hat sie rund 1,2 Millionen Euro. Erneuert wurden unter anderem die Heizung und die Beleuchtung, außerdem wurden die Bänke abgeschliffen und neu geordnet. Die Weihe eines Altares sei von der Liturgie etwas Besonderes, sagte Fürst, „wir spüren, sehen und erleben wirklich was geschieht“. Der Altar sei ein Symbol für Jesus Christus, er sei Sinnbild und Vorbild für das christliche Leben am Tisch des Herrn, „in Vergegenwärtigung seines Lebens feiern wir die Eucharistie“, sagte der Bischof weiter. Zur Erinnerung an die Taufe segnete der Bischof Wasser und besprengte die Gemeinde, außerdem besprengte er den Altar und Ambo mit Weihwasser und überreichte der Lektorin das Lektionar. Der neue Altar ist ein großer marmorner Monolith, er wurde näher an die Gemeinde herangerückt. In seine Oberfläche sind fünf Kreuze eingearbeitet, „es sind Zeichen für die Wunden Christi. Der Altar symbolisiert, dass der Weg zu den Menschen nicht immer einfach ist“, so Fürst. Die Kirche wurde in den Jahren 1850 bis 1854 gebaut, Mitte des vergangenen Jahrhunderts wurde sie schon einmal saniert. In zarten Zitaten wird nun an die originale Ausstattung erinnert. Zur Altarweihe kamen rund 700 Gottesdienstbesucher, nach der Weihe wurde der Tisch gedeckt. Und gemeinsam Kommunion gefeiert. Höhepunkte waren die Aufführung der Motette „Locus iste“ von Anton Bruckner und das „Agnus Dei“ für Chor, Orgel, Pauken und Bläser aus der „Missa Francesco“ von Markus Grohmann.