31. März 2017

Schüler, Eltern und Lehrer schätzen ihre Schule

Friedrich-Schiller-Schule startete mit drei kleinen Klassen im Schuljahr 2016/17 als Gemeinschaftsschule

Mit 62 Schülerinnen und Schülern in drei kleinen Klassen startete die Gemeinschaftsschule an der Friedrich-Schiller-Schule. Das zuvor über Jahre entwickelte und erprobte pädagogische Konzept hat viele Erwartungen geweckt – und erfüllt. Inzwischen wurden zahlreiche Elterngespräche geführt, gebeten wurden die Eltern um eine ehrliche Rückmeldung zu ihren Erfahrungen mit der Gemeinschaftsschule. Es gab auch kleinere Kritikpunkte, aber der Großteil der Rückmeldungen war positiv. Schulleiterin Elvira Tiefenbrunner-Brandt betonte, dass auch Kinder, die eigentlich das Gymnasium besuchen könnten, in der Gemeinschaftsschule gut aufgehoben sind: „Wir sind eine Schule für alle Leistungsstufen, wir haben heterogene Klassen und wir wollen gerne auch in Zukunft heterogene Klassen haben. Jeder kann in seinem Lerntempo vorankommen.“

Im kommenden Schuljahr wird es an der Friedrich-Schiller-Schule eine erste gymnasiale Lehrkraft in den Fächern Deutsch oder Englisch geben, weitere werden folgen. Die Stelle war ausgeschrieben und derzeit läuft das Bewerbungsverfahren. „Für mich ist Schule wie heimkommen – sagte ein Schüler“, erzählte Elvira Tiefenbrunner-Brandt. Jeder Schüler hat seinen Arbeitsplatz, an dem er ungestört und selbstständig arbeiten kann. „Wir haben das große Glück, dass wir ausreichend Räume zur Verfügung haben“, betonte sie. In den Klassen fünf bis sieben haben alle Klassen zwei Räume, einen mit den Schularbeitsplätzen, der andere ist der „Input“-Raum. Wenn die Kinder nach Hause kommen, ist das Lernen erst einmal beendet, „klassische Hausaufgaben gibt es in der Unterstufe nicht“, so die Schulleiterin. Montag, Dienstag und Donnerstag sind die Kinder den ganzen Tag in der Schule. Während der Mittagspause wird ein Mittagessen angeboten, dann können sich die Kinder auf dem Gelände frei bewegen, sie können auf dem Schulhof spielen, auf die Halfpipe oder ins Jugendhaus.
„Wer sein Kind an der Gemeinschaftsschule anmeldet, legt sich nach der 4. Klasse auf keine Schulart fest. Alle Wege sind offen.“ Nach der 10. Klasse gebe es verschiedene Optionen, berufliches oder allgemeinbildendes Gymnasium und natürlich gibt es auch weiterhin den Hauptschul- oder Realschulabschluss. Die Schülerinnen und Schüler schätzen das eigenverantwortliche und selbstständige Lernen, an ihrer Seite steht nicht nur ein Lehrer, sondern auch ein Lerncoach. Ihre Leistung wird nicht in Noten bemessen, sondern in Beurteilungen, so sehen die Kinder selbst, wo sie ihr Lernen verändern oder verstärken müssen. Die Lehrer sind sehr engagiert, es gibt vielfältige Unterrichtsformen und die Kinder haben das Gefühl, sie kommen in ihrem Tempo und Rhythmus voran. Eine Mutter schreibt etwa: „Gemeinschaftsschule bedeutet für mich kein Leistungsdruck, sondern engagierte Lehrkräfte, transparente Leistungsbeurteilung, die Schüler bestimmen ihr Arbeitstempo selbst“. Eine andere schreibt: „Sehr hohe Wertschätzung der Kinder, stärkenorientiertes, zielgerichtetes Lernen steht im Mittelpunkt“. Ein Vater schreibt: „Dass für mein Kind viele Wege geöffnet sind. Anfangs waren wir etwas verunsichert, aber mit der Zeit hat sich herausgestellt, dass das die richtige Entscheidung für unser Kind war. Unser Kind ist sehr sensibel und schüchtern. Durch die GMS ist er offener, motivierter, zielstrebiger, sicherer geworden und vor allem: Er geht sehr gern in die Schule.“ Dass sie das Lernen lernen, lernen, die eigene Leistung zu reflektieren und selbst eine Lösung für Lernprobleme zu finden, schätzt eine andere Mutter. Viele Schülerinnen und Schüler haben sich sehr positiv entwickelt und viele Erwartungen an schulische Leistungen wurden übertroffen.
„Der Mensch wird nur zum Menschen in der Beziehung zum Mitmenschen“ – diese Aussage des Philosophen Martin Buber gehört zum Leitbild der FSS.
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