24. Februar 2017

Lette und Lingo – Schlaumäuse für Kinder

Kinderhaus bekommt Tablet geschenkt, um kostenlose App nutzen zu können

Digitales Lernen hat viele Facetten, auch Kinder im Kindergartenalter können profitieren. Schon im Jahr 2003 gründete Microsoft unter der Schirmherrschaft des Familienministeriums die Bildungsinitiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“. Seit November 2016 ist eine neue Schlaumäuse-App kostenlos erhältlich, jetzt erhielten Kinder vom Kinderhaus am Egelsee auf der didacta ein Tablett geschenkt. Und probierten gleich voll Begeisterung das Lernprogramm aus. Begleitet wurden sie von Bürgermeister Ingo Hacker, er sagte, PCs, Tablets und Notebooks seien in fast jedem Haushalt präsent: „Kinder gehen intensiv mit den Medien um, umso wichtiger ist es, dass sie früh einen sinnvollen Umgang lernen.“
Herzstück der Initiative „Schlaumäuse“ ist die von Microsoft entwickelte gleichnamige App. Mit ihr können Fünf- bis Neunjährige die deutsche Sprache selbstständig in Wort und Schrift lernen. Sie funktioniert auf den Betriebssystemen Windows, Android und iOS und kann von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen kostenfrei in den betreffenden Stores herunter geladen werden. Es gibt Geschichten und einen Wörtersee, Schlaumäuse und ihren Gegenspieler, den Wörterwichtel. Alles erklärt sich spielerisch von selbst, die Kinder dürfen sich eine Spielfigur aussuchen und haben gemeinsam mit den Lernmäusen Lette und Lingo eine Mission – sie müssen das Land der Sprache retten. Der Schwierigkeitsgrad der Übungen steigt stetig an, so können Kinder mit unterschiedlichen Lernerfahrungen gleichermaßen profitieren und sie können auch zu Hause weiterspielen. Rund 12.000 Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland nutzen inzwischen die Sprachlernsoftware. Thomas Schmidt ist Geschäftsführer von Helliwood media & education und Vorstandsmitglied im fjs e.V., dem Förderverein für Jugend und Sozialarbeit mit Sitz in Berlin und vertretungsberechtigtes Vorstandsmitglied des 21st century Competence Center Berlin. Er betonte: „Projekte im Spannungsfeld von Technologie, Bildung und Gemeinwesen zu entwickeln und im Team erfolgreich umzusetzen ist eine lohnende und jederzeit attraktive Aufgabe.“ Eines dieser Projekte ist das Lernprogramm „Schlaumäuse“. Uwe Lübking vom Deutschen Städte- und Gemeindebund begrüßte die Initiative, „denn Spracherwerb ist der Schlüssel für Bildung und die „Schlaumäuse“ sind ein gutes Hilfsmittel, um die Sprachentwicklung von Kindern immer weiter voran zu bringen.“ Unterstützung beim Spracherwerb benötigen nicht nur Kinder mit Migrationshintergrund und Geflüchtete, sondern immer wieder und zunehmend auch Kinder aus deutschen Familien, sagte Heidrun Digel vom Kinderhaus am Egelsee. Sechs Kinder vom Kinderhaus am Egelsee erforschten die Möglichkeiten sofort, sie waren begeistert und äußerst konzentriert bei der Sache, Heidrun Digel:  „Für die Kinder ist es ganz offensichtlich spannend gemeinsam mit den Lernmäusen die Welt der Sprache zu erforschen.“